Betrayel at House on the Hill

 

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Kurze Einleitung

 

Ein altes verlassenes Haus auf einem Hügel. Was gibt es besseres als dieses Mitten in der Nacht zu erkunden? Was wie der Auftakt zu einem klassischen Horrorfilm klingt, ist die Umsetzung als Spiel. Viel Spaß beim Gruseln!

Zahlen und Fakten zum Spiel (Dauer, Spielerzahl etc.)

Betrayal at House on the Hill ist ein Semi-Kooperatives Horrorgame für 3-6 Spieler. Ein Runde im Horrorhaus dauert dabei ca. 60 Minuten.

Lieferumfang und Aufbau

 

In der schön gestalteten Spielbox befinden sich 6 bemalte Spielfiguren, 44 Raumteile, 2 Szenarienbücher (eins für den Verräter und eins für die Helden, 80 Karten, 8 Würfel und 149 verschiedene Marker.

Alles in allem befindet sich nicht allzu viel im Karton, aber es ist alles da, was man braucht. Die Plättchen könnten jedoch besser sortiert sein.

Ziel des Spiels

 

Zu beginn ist das Ziel noch nicht klar. Jeder Spieler schlüpft in einen typischen Charakter aus einem Horrorfilm (Beispielsweise einen Priester oder ein kleines Mädchen mit Teddybär). Zu Beginn spielen alle Spieler zusammen und erkunden das Haus. Dazu öffnen Sie Türen und erforschen die dahinter liegenden Räume. Dabei finden sie verschiedene Gegenstände, lösen Events aus oder finden Omen. Das Aufspüren von Omen kann dann den sog. Spuck auslösen. In Abhängigkeit vom gefundenen Omen und dem aktuellen Raum startet dann eins von 50 verschiedenen Szenarien. Ein Spieler wird zum Verräter. Er bekommt dann das Szenariobuch für den Verräter und erfährt dann wieso er die anderen in sein verfluchtes Haus gelockt hat und wie er das Spiel gewinnen kann. Auch die Helden bekommen ihr zugehöriges Szenariobuch und erfahren auf diese Weise, wie sie den Verräter aufhalten können.

Spielprinzip

Das Spiel ist grundsätzlich in zwei Spielphasen einzuteilen. Die Erkundungsphase vor dem Auslösen des Spuks und dann die Spukphase.

In der Erkundungsphase bewegen sich die Spieler durchs Haus. Wenn sie einen neuen Raum erkunden decken Sie eine für das jeweilige Stockwerk (Keller, Erdgeschoss oder Obergeschoss) passende Raumkarte auf und legen diese an. Auf den Raumkarten stehen dann alle wichtigen Informationen zu dem Raum, z.B. ob eine Karte (Gegenstand, Event oder Omen) gezogen wird und ob der Raum besondere Regeln aufweist (Beispielsweise kann ein Charakter sein Wissen erhöhen, wenn er seinen Zug in der Bibliothek beendet). Zusätzlich zum Erkunden, können die Spieler ihre gefundenen Gegenstände einsetzten oder diese mit anderen Spielern im Raum tauschen. Sollte ein Spieler ein Omen finden, muss er am Ende seines Zuges würfeln, um zu überprüfen ob der Spuk ausgelöst wird. Die Wahrscheinlichkeit den Spuk auszulösen, steigt mit jedem gefundenen Omen. Wird der Spuk ausgelöst prüfen die Spieler in Abhängigkeit vom gefundenen Omen und dem Raum, welches der Szenarien gespielt wird und welcher der Spieler zum Verräter wird (meistens derjenige der das Omen gefunden hat).

 

Dann geht es mit der Spukphase los. Jede Seite (Helden und Verräter) lesen ihre Informationen im Szenariohandbuch und versuchen diese zu erfüllen. Das Spielprinzip bleibt gleich zur Erkundungsphase, jedoch bekommen die Spieler jetzt auch noch die Möglichkeit andere Spieler anzugreifen oder Sonderaktionen durchzuführen, welche im Szenario erläutert sind. Der Verräter bekommt außerdem in einigen Szenarien noch Monster (z.B. Dämonen), welche er nach seinem Zug befehligen kann. Außerdem erhält der Verräter noch einige Sonderregeln, welche Ihm im Haus weitere Vorteile verschaffen. Die Seite die dann als erstes Ihr Ziel erfüllt, gewinnt das Spiel.

Zu Beginn ist das Haus noch recht unerforscht. Die Spieler starten im Erdgeschoss, genauer gesagt im Foyer des Hauses. Die Schreckenstour beginnt.

Nach und nach erforschen die Spieler nicht nur das EG, sondern auch den Keller (unten im Bild) und den Dachboden. Was hier wohl alles lauert?

Mit dem Teddy in der Hand, lässt sich das Haus besser erkunden. Das denkt sich zumindest der gelbe Charakter ...

Besonderheiten

Jedes Spiel verläuft anders. Das liegt daran, dass das Haus jede Runde neu aufgebaut wird und ein anderes Szenario gespielt wird. Dies erhöht der Widerspielwert enorm. Selbst wenn das gewählte Szenario schon bekannt ist, kann man sich meistens nicht mehr an die Bedingungen der Gegenseite erinnern oder man nutzt die vorgeschlagenen Regeln, um ein anderes Szenario zu spielen. So sollte einem der Spielspaß nicht so schnell ausgehen.

 

Bis letztes Jahr gab es das Spiel außerdem nur auf Englisch. Asmodee hat das Spiel glücklicherweise jetzt auch auf Deutsch verlegt, sodass es einer noch größeren Spielgemeinschaft offensteht.

Erweiterungen

Auf Englisch gibt es die Erweiterung „Widow’s Walk“. Diese enthält neue Karten und erweitert das Spiel um 50 neuen Szenarien und einer weiteren Etage, dem Dach. Wir haben die Erweiterung bisher noch nicht gespielt, für Spieler die jedoch noch mehr Varianten haben möchten oder einfach nicht genug bekommen, eine sehr sinnvolle Erweiterung. Aus unserer Sicht jedoch kein muss, da das Spiel auch so sehr gut ist. Die Erweiterung ist bislang nicht auf Deutsch erhältlich.

Was uns gefällt

Das Artwork ist klasse. Es kommt direkt Atmosphäre beim Spielen auf. Die Flavortexte machen richtig Stimmung und man hat wirklich das Gefühl ein verwunschenes Haus zu erforschen. Die Regeln sind in sich schlüssig und für ein Expertenspiel relativ simpel, sodass auch für Neulinge der Einstieg gut gelingen kann.

Außerdem sind die verschiedenen Szenarien sehr abwechslungsreich gestaltet. In einem öffnet der Verräter ein Portal zur Hölle und lässt Dämonen frei, in einem wird er zum Werwolf und einem anderen wird das gesamte Haus von einem riesigen Vogel davongetragen und es gibt für alle Spieler zu wenig Fallschirme zum entkommen.

Was uns nicht gefällt

Die Aufbewahrungsmöglichkeiten in der Box könnten besser gelöst sein. Es gibt für die 149 Marker nur einen Kasten, sodass das Suchen nach einem bestimmten Marker schonmal etwas länger dauern kann.

Manche Spieler könnte stören, dass das Spiel sehr zufallsbezogen ist. Wie gut oder schwach ein Charakter ist hängt nur davon welche Gegenstände man findet. So kann es dazu kommen, dass ein Spiel in der Spukphase schon nach zwei Runden beendet ist, da der Verräter viel zu stark oder schwach war. Für Spieler die gerne im Voraus planen, kann dies schon etwas frustrierend sein.

Fazit

Ein kurzweiliges Horrorspiel mit einem enorm hohen Widerspielwert. Insbesondere wenn alle das Spiel kennen geht es schnell und zügig von der Hand. Das Material ist insgesamt gut. Das Setting ist bestimmt nicht für jeden etwas, aber wenn einem Horrorfilme (oder auch Horrorspiele) gefallen können wir das Spiel uneingeschränkt empfehlen.

 

8,5 von 10 Punkten

 

Wenn ihr euch noch weitere Eindrücke verschaffen wollt, empfehlen wir euch das folgende YouTube Video (auf Englisch aber sehr Unterhaltsam):

 

https://www.youtube.com/watch?v=MINNKyE4fjs

Du möchtest das Spiel auch spielen? Hier geht's direkt zu Amazon*. Dabei handelt es sich um die deutsche Version.

 

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